Homepage von Albert Hirschbichler

Geschichten und Bilder

Stoißer Alm 
Die Auffahrt mit dem Handbike zur Stoßer Alm (1260 m) ist zweifelsohne eine Herausforderung.
Eine Reifeprüfung für den Hand-Mountainbiker. Meinen Tagebüchern ist zu entnehmen,
dass ich am 3. 9. 2019 zum 9. Mal oben war. Erfreulich: Es geht immer noch ohne Akku...

Zur Ausrüstung:
Handbike Sopur Shark s, Scheibenbremse an Vorderrad nachgerüstet, sodass nun eine Scheiben- und eine Felgenbremse zur Verfügung stehen. Ansonsten keine Veränderungen. Durch Verstellen der Rückenlehne (nach vorne) kann der Schwerpunkt verlagert werden (mehr Gewicht aufs Vorderrad), was einen erstaunlichen Einfluß auf die Traktion nimmt.   

2002
Zum ersten Mal 2002. Es war nicht meine Idee. Von Anger fuhren wir hoch. Zunächst nicht besonders steil am Bach entlang, dann durch den schönen Wald zur Einmündung der Forststraße von Adlgass her. Kurz darauf ging nix mehr. Powerfrau Ursi musste ordentlich schieben. An die 300 Höhenmeter. Irgendwie kamen wir doch oben an. Völlig unvorstellbar dass ich da mal alleine hochkommen könnte.

14. 06. 2009
Einige Jahre später. Alleine starte ich auf der anderen Seite des Teisenberges, in Inzell, Adlgass. Angenehmerweise 200 Meter höher. Übers Angerer Kreuz komme ich zur Einmündung der Forststraße, wo wir damals herauf kamen. Kurz darauf, bei einer Brücke wird´s steil. Ziemlich steil. Mühsam. Besonders ärgerlich ist, wenn zwar die Kraft, nicht aber die Traktion ausreicht. Wenn der oberste einigermaßen feste Sandbelag mal reisst, ist´s vorbei. Das Vorderrad dreht durch und fährt sich fest. Fluchen hilft auch nicht weiter, aber irgendwie komm ich doch hoch. Endlich das Almgelände, wo ich auf einer Bank erst mal eine Pause einlege. Die nächsten 150 Höhenmeter haben es in sich. Dauernd steil, oft knapp an der Traktionsgrenze, aber es geht. Schließlich oben. Juchhu. Ich bin alleine raufgekommen.

20. 09. 2010
Betriebsausflug. Die Kollegen marschieren, ich fahr allein mit dem Handrad in Anger früher los. Zeitgleich kommen wir zur Alm.  Wieder ging es ohne Schieben. Juchhu.

07. 08. 2016
Von Adlgass. Ohne Schieben. Entdeckung, dass das erste steile Stück nach dem Brückchen (ca. 150 Hm)  auf einer Forststraße rechts umfahren werden kann. Wesentlich angenehmer. Die letzten 150 Hm bleiben einem aber nicht erspart.

29. 10. 2016 
Von Adlgass. Auch ohne Schieben.

04. 11. 2016
Von Wagenau zwischen Inzell und Hammer waren wir losgefahren. Den Teisenberg überzieht ein Netz von Forststraßen. Irgendwann kamen wir oben heraus, wo es auf der anderen Seite runter geht. Ganz in der Nähe die Stoißer Alm. Der Vollständigkeit halber ist anzuführen dass es zum Schluss so steil wurde dass es ohne Schieben nicht ging. Dass der Weg zur Alm rüber so schlecht ist, dass sogar Radfahrer schieben müssen oder das Radl tragen, hatte man mir gesagt. Trotzdem beschließen wir spontan, es mal zu probieren. Wir kommen nicht weit. Zum Glück kommen aber ein paar andere daher und in einer größeren Aktion gelingt es, mich und das Radl zur Almfläche hinüber zu transportieren. Den Helfern sei Dank!

18. 08. 2017
Mein 60. Geburtstag. Als Geschenk fahre ich allein hinauf. Es ging erfreulich gut.

28. 07. 2018
Wieder von Adlgass. Mit Ingrid. Was ist heute los? Über dem Wald bin ich so kaputt, dass Schieben angesagt ist. Werd ich alt? 
Abfahrt auf neuer Strecke nach Teisendorf und zurück nach Reichenhall.

3. 9. 2019 
Ich bin ein paar Bergstrecken gefahren in der letzten Zeit, drum zieht es mich noch einmal zur Stoißer Alm. Von Adlgass. Nicht zuletzt um zu schauen, ob ich alt werde. Aber es ging so gut wie noch nie. Was ist da los? Der dritte Frühling? Ein Handrad hält offenbar jung.
Der mir bekannte Pensionist, der sich gegen das Altern Testosteron spritzt, sollte sich lieber ein Handradl besorgen :-)

Bilder
1-4   Der Bergwald am Teisenberg und die Stoißer Alm aus der Luft.
   5    Terrasse in der Sonne.
   6    Gleich bin ich oben (09/2019).