Homepage von Albert Hirschbichler

Geschichten und Bilder

Rund um den Guffert
Tourdatum 20.9.2020

Km ohne Verhauer 41   
        (mit Verhauer 46)
Höhenmeter ohne Verhauer 1100
         (mit Verhauer 1200)

Abfahrt daheim um 7.00. Mit Radl los am Parkplatz (690 m) nähe Pinegg um kurz vor 9. Nach Recherche beschließe ich die Tour im Uhrzeigersinn zu fahren, was nicht optimal war, wie sich herausstellte. Auf einer Teerstraße gehts los, bald kommt Sand. Am Hang entlang nett, nicht besonders steil. Ein kurzer Aufschwung überfordert jedoch die Traktion. Kein Mensch weit und breit. Es bleibt mir nichts anderes übrig als Schieben. Bremse ziehen und vom Rad runter, dann schauen dass ich hinter das Rad komme. Eine nähere Beschreibung erübrigt sich. Die Grenze zwischen dem Erhabenen und dem Lächerlichen ist fließend. Es sind nur 10 Meter, oben ist mir schwindlig.
Froh bin ich als ich in Steinberg am Rofan rauskomme. Weiter gehts auf Asphalt. Auf 1050 m erreiche ich die Wasserscheide zwischen Isar und Inn. Hinten gehts runter, schließlich ein Schild Gufferthütte. Es kommt mir spanisch vor, kein Radfahrer weit und breit, dafür ein Verbotsschild. Idiotischerweise fahre ich trotzdem weiter bis zu einer Wildfütterung, wo endgültig Schluß ist. Also das Ganze zurück, mit Gegenanstieg, zum zweiten Mal ein Gatter öffnen und wieder schließen, die Form scheint heute auch nicht die beste. An der Asphaltstraße ein paar hundert Meter weiter ein großer Parkplatz mit Schild "Gufferthütte Radweg". Na ja. 12.30 ist es erst, das geht noch. 600 Höhenmeter liegen vor mir. Gemächlich gehts los. Oben wirds steiler, schöne Landschaft, an einem Bach entlang. Ich fahre langsam und versuche Kräfte zu sparen. Kurz vor der Hütte ein Steilstück, ich fahre mich fest, nichts geht mehr, fluchen hilft auch nicht weiter.
Zum Glück kommt einer daher, der schiebt mich, es handelt sich lediglich um 5 Meter. Bald darauf kommt die Gufferthütte (1470 m) in Sicht. Kurz davor die Abzweigung hinab in Richtung Kaiserhaus. Ich bin ziemlich kaputt, aber wenn ich schon mal da bin, fahre ich zur Hütte auch noch rauf. Hütte an: 15.00 Uhr. Eigentlich wollte ich gar nichts trinken, aber eine junge Bedienung fragt mich so nett, dass ich nicht nein sagen kann. Nach einer Radlerhalbe lege ich mich noch in die Wiese, bevor ich um 16 Uhr wieder los fahre. Es folgt eine nicht enden wollende Abfahrt hinab ins Tal der Brandenberger Ache.
Ziemlich schottrig, aber die Reifen halten durch. Zum Glück, weil ich bin so ziemlich der letzte heute. Unten gehts auf einer breiten Sandstraße weiter am Fluss entlang, die Landschaft ist außergewöhnlich. Es sind noch einige Kilometer, meist bergab, ein relativ harmloser Gegenanstieg geht auch vorbei. Auto an 17.45 Uhr. Auf der Heimfahrt macht sich Unterzucker (vermutlich) bemerkbar, in Eigendiagnose halte ich meine Verkehrssicherheit für nicht unproblematisch. Eine Pizza Capricciosa, eine Halbe Bier und ein Grappa bringen die Sache wieder soweit in Ordnung dass der weiteren Heimfahrt nichts mehr im Wege steht. 

Ich denke es ist besser, wenn man die Tour gegen den Uhrzeigersinn fährt. Die kurzen steilen Passagen hat man dann beim Runterfahren. Es müsste dann ohne Schieben möglich sein, wenn ich mich nicht irre.

Bilder 
1/2  Abfahrt ins Tal der Brandenberger Ache
 3    Letzte Kilometer entlang des Flusses