Homepage von Albert Hirschbichler

Geschichten und Bilder

Das Krimmler Achental

Ziel für geübte Hand-Mountainbiker

am 09.09.2020  (zum 6. mal)


2001 nur bis Tauernhaus, noch wenig Kraft, schlechte Traktion, teilweise Schieben nötig

2002 bis Tauernhaus (ging schon besser) und am nächsten Tag von dort mit Handbike heim (138 km)

2003 auch nur bis zum Tauernhaus

2013 (08.07.)  Betriebsausflug der Klinik Bad Reichenhall, bis Tauernhaus und mit Haustaxi zum Talschluss


2017 (15.08.) 

(Der Bericht erschien im Portal "handbike de", das leider eingestellt wurde)

Die Krimmler Wasserfälle sind weltbekannt. Weniger bekannt ist, dass oberhalb ein landschaftlich außergewöhnlich schönes Tal, vorbei am Krimmler Tauernhaus, bis zum Talschluss, befahrbar ist. Ein lohnendes Ziel für Wanderer, Biker, Ebiker (die immer mehr werden) und sogar Handbiker. Vor vier Jahren war ich zum letzten Mal dort. Eine herrliche Landschaft. Es wird mal wieder Zeit. Das Wetter passt. Also nichts wie hin!

 

Bad Reichenhall – Lofer – Zell am See – Mittersill – Krimml. Nach 120 km Anfahrt mit dem Auto starten wir um 8 Uhr in der Früh am Parkplatz nach dem ersten Tunnel der Gerlospassstraße (1175 m). Nach wenigen Metern führt eine Sandstraße links ab. Unangenehm steil geht´s erst mal los. Der Grip ist gerade noch ausreichend und die Muskeln haben auch noch nicht Betriebstemperatur. Aber die Steilheit lässt bald nach und das Kurbeln gestaltet sich deutlich angenehmer. Beim Gasthaus Schönangerl überquert man zwischen den beiden großen Fällen die Ache und weiter geht es hinauf zu einem unbeleuchteten Tunnel (ca. 1500 m). Das ist ein paar hundert Meter lang, eine Taschenlampe wäre nicht schlecht, wenn man eine hätte.

 

Nach dem Tunnel folgen noch ein paar kurze, aber durchaus steile Anstiege, bis sich das Tal weitet und man, über Almböden, ziemlich mühelos taleinwärts fahren kann. An den Hängen schöne Zirbenwälder. Nach 12 Kilometern kommt man zum Krimmler Tauernhaus (1631 m). Ich habe heute einen guten Tag und verspüre noch kein Bedürfnis nach Pause. So fahren wir gleich weiter. Die Landschaft wird immer noch schöner. Oft flach, gelegentlich ansteigend geht es zu den Innerkeesalmen (ca. 1800 m). Eine Pause ist nun doch angesagt, bevor wir eine letzte Steigung zum Ende des befahrbaren Weges in Angriff nehmen. An der Talstation der Materialseilbahn zur Warnsdorfer Hütte in 1850 Meter Höhe ist Schluss. 18 Kilometer bis hierher.

 

Ein Schläfchen in der Sonne haben wir uns auf jeden Fall verdient. Durchs Fernglas betrachte ich die wilden Eisabbrüche des Krimmler Keeses hinten im Talschluss, denen wir bereits ziemlich nah sind. Der höchste Gipfel oberhalb ist die Dreiherrnspitze (3499 m).

 

Schließlich fahren wir auf dem gleichen Weg zurück. Ein paar Wolken ziehen auf, ich bedenke ob wir am Krimmler Tauernhaus gleich weiterfahren sollen. Aber es wäre ein Verbrechen wenn man an dieser traditionsreichen und gastlichen Stätte einfach vorbeifahren würde. Das geht nicht. Bei Schnitzel und Bier verziehen sich auch die Wolken wieder. Der Rückweg das Tal hinaus mit ein paar kleinen Gegenanstiegen macht keine Probleme. Es war wieder mal eine selten schöne Tour. Schieben war keinen Meter nötig.


Bilder

1  Das Krimmler Achental im Nationalpark Hohe Tauern. Blick taleinwärts

2  Blick talauswärts

3  Das Krimmler Tauernhaus. Herberge im Gebirge seit 1389


1  Zwischen Tauernhaus und Talschluss.

    Blick auf Krimmler Kees und Dreiherrnspitze (3499 m).

2  Krimmler Ache und Handradfahrer.


1  Letzte Steigung nahe dem Talschluss.

2  Das Krimmler Kees ist nah. Es schmilzt leider bedenklich. 


Bilder  vom 09. 09. 2020
ein traumhafter Herbsttag

1/2       Achental taleinwärts
3           Blick talauswärts
4           Krimmler Tauernhaus
5/6       Und weiter gehts taleinwärts
7           Dreiherrnspitze und Krimmler Kees 
8/9       Die freundliche Katze schnurrte ein bißchen an mir rum aber es reichte ihr gleich wieder
10/11   Dem Talschluss zu        
12         Innerschachenalmen, die letzten Almen im Talschluss
13         Blick zurück 
14         die letzten Meter
15         Rastplatz am Straßenende (1850 m). Leider hatte da jemand hingepieselt, so blieben wir nicht lang
16-19   Idealer Rastplatz am Gletscherbach
20/21   Dann mussten wir leider wieder zurück