Homepage von Albert Hirschbichler

Geschichten und Bilder

Blomberg und Wallberg 

mit dem Handbike


Nach einer Woche Reha fühlte ich mich durch die klassischen Kuranwendungen Fango, Massagen und Fußbäder so weit gekräftigt, dass ich mit meinem Handbike als erstes auf den Blomberg und drei Tage später auf den Wallberg hinauf fuhr. 


Blomberg

(Tourdatum 5.9.2018) 

Höhenmeter etwa 600 

Irgendwie hatte ich beim Blomberg was von einer familienfreundlichen Mountainbike-Tour im Kopf. Am Nachmittag fuhr ich von der Klinik Enzensberg los. Ein paar Kilometer zum großen Parkplatz der Blombergbahn sind gerade recht zum Einfahren. Erstaunlicherweise geht es von dort auf dem Wirtschaftsweg gleich ordentlich steil los. Durchfahren geht nicht, Salamitaktik ist angesagt. Weiter oben nimmt die Steilheit zunächst ab, dafür wird es oben nochmal richtig steil, etwa 14% auf 150 Höhenmeter. Aber die Traktion ist ausreichend und ich komme gut hoch. Die letzten paar hundert Meter zum Blomberghaus (1203 m) geht es zur Belohnung flach hinüber. Oben gibt´s ein Weißbier, Abfahrt ohne Probleme. 


Wallberg 

(Tourdatum 8.9.2018)

Höhenmeter etwa 900 

Schon länger auf der Wunschliste, nachdem ich erfahren hatte, dass ein Asphaltsträßchen fast bis ganz hinauf führt. Beim Tennisplatz in Rottach-Egern fahre ich los. Die Steigung in Richtung Sutten zunächst verhalten, bis zum Parkplatz, wo ein Sträßchen abzweigt. Dem folge ich, erst durch Wald, dann an einem Bach entlang, dauernd ziemlich steil. Ich komme an zwei Almen vorbei, danach wird´s noch steiler. Es ist etwas feucht, sodass trotz Asphalt die Traktionsgrenze nicht weit ist. Ich verlege mich auf die Kuhdrecktaktik und fahre immer von einem Kuhdreck zum nächsten, es liegen genügend herum. Nach zwei Serpentinen ist das schlimmste geschafft und ich mache eine kleine Pause. Am Weiterweg will die Steilheit nicht recht abnehmen, aber die Sonne scheint und die Landschaft ist wirklich schön. Kurz hinter der Portnersalm endet der Asphalt aber es ist nicht mehr weit zum Sattel, wo das alte Wallberghaus steht. 

Die letzten 100 Höhenmeter auf einem steilen Sandweg zur Bergstation der Wallbergbahn kosten unerwartet viel Kraft und strapazieren den Durchhaltewillen. Die Traktion reicht gerade noch aus, zumindest bis wenige Meter vor dem Gipfel. Beim Startplatz der Gleitschirmspringer ist Schluss. Das Vorderrad findet einfach keinen Halt mehr und ein junger Bursche schiebt mich. Am Gipfelplateau (1620 m) steht die Bergstation der Bahn samt Panoramarestaurant. Jetzt wär´ein Weißbier gut, aber ich entdecke keinen Zugang (Treppen). So lege ich mich in die Wiese und halte ein Mittagsschläfchen in der warmen Sonne. Auch nicht schlecht. Rückweg wie Auffahrt ohne Zwischenfälle.


Bilder

1      Das steilste Stück liegt hinter mir. 

2      Portnersalm am Ende des Asphaltsträßchens. 

3      Kurz vor dem Sattel, wo das alte Wallberghaus steht.

4      Blick vom Gipfelplateau hinab zum Auffahrtsweg, hinten die Röthensteinalm. 

5      Bergstation der Wallbergbahn.

6      Geschafft.

7      Wallbergkapelle. 

8/9  Gleich unter dem Gipfelplateau starten die Gleitschirmspringer. Tief drunten der Tegernsee.