Homepage von Albert Hirschbichler

Geschichten und Bilder

3 x Pengelstein

Der Pengelstein (1938 m) ist der höchste Gipfel im Skigebiet Kitzbühel – Kirchberg. Von mehreren Seiten durch Schottersträßchen erschlossen, ist der Berg ist ein lohnendes Ziel für Mountainbiker und (bei gegebener Leidensbereitschaft) sogar Hand-Mountainbiker.

 

1.) Pengelstein

Auffahrt über Ochsalm

Tourdatum 13. 10. 2017

Charakteristik: großzügige Unternehmung, ca. 50% Asphalt, dann Schotter

Gesamtstrecke 21 km,

Anstieg 1020 Hm


Vom Gasthaus Skirast (910 m) auf Asphaltsträßchen zur Ochsalm (1470 m). Dort Beginn der Schotterpiste, Steigung 7-10%, kurze Passagen steiler. Auf Höhe 1680 erreicht man den Grat, der in nordöstlicher Richtung über die Ehrenbachhöhe zum Hahnenkamm zieht (Streiteggsattel). Im Herbst 2017 dort Großbaustelle, ein neuer Lift sowie Garagen für Pistenraupen wurden gebaut. Weiter geht es über Serpentinen zum Gratrücken zwischen Steinbergkogel und Pengelstein, steiles Schlussstück, auf Höhe 1870 m hat man es geschafft. Nun fährt man mühelos ein paar hundert Meter am Grat (Jufengrat) entlang, der Pengelstein ist nicht mehr weit, die Aussicht grandios. Vorbei an einem kleinen Speichersee kommt man zur letzten Steigung vor dem Gipfel (1938 m), den mehrere Liftstationen „zieren“.

Abfahrt: Weiter am Grat in südlicher Richtung (kurzer Gegenanstieg) bis zur nächsten Liftstation, links an der Station vorbei und dem Sträßchen ins Spertental folgen. Ungemein reizvolle Landschaft, Blick zum Wilden Kaiser. Schon ziemlich weit unten geht das Sandsträßchen in Asphalt über, am Weg liegt der „Gauxer Stadl“, Einkehr unbedingt empfehlenswert. Auf Asphalt zurück zur Skirast.

 

Anmerkung:

Bei der Abfahrt zwei kurze steile Passagen, abwärts kein Problem, hinauf dürfte die Traktion für Handbike nicht reichen. Deshalb empfiehlt sich die Tour nur wie hier beschrieben (Auffahrt über Ochsalm).


Bilder 

1   Blick vom Streiteggsattel ins Brixental. Tief drunten rechts der in Bildmitte die Ochsalm. 

2   Das markante Kitzbüheler Horn auf der anderen Talseite, ebenfalls ein interessantes Ziel für den

     geneigten Handbiker. Eine Asphaltstraße führt bis zum Gipfel. 

3   Großbaustelle im Herbst 2017 am Streiteggsattel. Ein neuer Lift und ein Garage für 

     Pistenraupen wurden gebaut. 

4   Das letzte Stück zum Pengelstein-Gipfel führt über den Grat (Jufengrat). Müheloses 

     Vorwärtskommen und eine schöne Aussicht sind der Lohn für die Mühen bis dorthin. 

5   Geschafft

6   Die Abfahrt ins Spertental führt durch eine wunderschöne Landschaft. 

     Im Hintergrund der Wilde Kaiser.     


1  Weiter unten kommt man an der Jausenstation Gauxer Stadl vorbei. Wer dort ohne Einkehr 

    vorbeifährt, dem soll sogleich die Luft ausgehen. 

2  Würdiger Abschluss einer großzügigen Tour. 


2) Hahnenkamm – Pengelstein

Tourdatum 20. 10. 2017

Charakteristik: 5% Asphalt, 95% Schotter, anstrengend, Steigung auf Schotter lt. Beschreibung bis 20%; insgesamt deutlich anspruchsvoller als Auffahrt Skirast – Ochsalm

Gesamtstrecke 35 km

Anstieg 1275 Hm


 Weils vor einer Woche so schön war beschließe ich gleich noch einmal hinaufzufahren, bevor der Winter kommt, auf einer anderen Strecke, über den Hahnenkamm. Um 6 Uhr in der Früh fahre ich mit dem Auto los, nach einigen Kilometern fällt mir ein, dass ich nicht das Bike aber die Reifen gestern aus dem Kofferraum rausnahm. Also zurück! Bei der Rückfahrt, zum Glück langsam, überholte noch irgendein Idiot einen Lastwagen so, dass ein Zusammenstoß nur durch ein scharfes Bremsmanöver meinerseits zu vermeiden war. Das fängt ja wieder gut an heute...

 

Um 7.50 Uhr fahre ich dann in Kitzbühel los. Durch den Ort, vorbei an der Talstation der Hahnenkammbahn, dann auf Asphalt der Beschilderung „Einsiedelei“ folgend. Temperatur zunächst 4 Grad, aber bald kommt die Sonne und erwärmt meine Ohren.

Der Asphalt geht bald in Schotter über, die Steigung hält sich bis zur „Einsiedelei“ (heute Waldgasthaus, ca. 1000 m), aber in Grenzen. Weiter geht es durch den Wald im Ehrenbachgraben, ab Höhe 1150 nimmt die Steigung deutlich zu, auf den folgenden 150 Höhenmetern ist die Grenze der Traktion oft bedenklich nah. Salamitaktik ist angesagt. Nach einem kleinen Wasserschloss ist das Gröbste geschafft. Weiter geht es durch Wald, bis man auf Höhe 1450 m freies Almgelände erreicht. Zunächst wird es flacher, aber der Handbiker sollte sich nicht zu früh freuen. Nach der Melkalm (1550 m) wartet eine weitere Passage, für die die Traktion gerade noch ausreicht. Auch die letzten Meter zum Grat hoch haben es in sich, aber die Bergstation der Hahnenkammbahn (1640 m) lacht schon herunter. Endlich oben! Auf dem asphaltierten Spazierweg fahre ich die paar Meter zur Station rüber, dass ich das auch gesehen habe. Ganz in der Nähe der Start der berühmten Streif-Abfahrt, wo die Protagonisten des modernen Skizirkus in jedem Jahr wieder Kopf und Kragen riskieren. „Brot und Spiele“ verlangte das Volk im alten Rom, heute gibt es Formel 1 und Skirennen.

 

Wie dem auch sei, ich fahre erst mal weiter in Richtung Ehrenbachhöhe. Der Weg ist komfortabel asphaltiert, die Aussicht prächtig und weit ist es auch nicht. Unter dem höchsten Punkt quert der Weg leicht fallend zum Streiteggsattel (1680 m). Hierher kam ich vor einer Woche von der Ochsalm hoch. Auf dem mir bereits bekannten Weg geht es wieder zum Gratrücken zwischen Steinbergkogel und Pengelstein. Die Passage über den Grat ist wie beim letzten Mal einmalig schön, die Sicht heute noch klarer wie vor einer Woche. Um 13 Uhr, bemerkenswerterweise auf die Minute genau wie beim letzten Mal, komme ich am Gipfel (1938 m) an.

 

Nach einem angemessenen Mittagsschlaf in der Sonne mach ich mich wieder auf den Weg. Abfahrt heute auf die Jochberger Seite. Kurz unter dem Gipfel zweigt eine Schotterstraße rechts ab. In komfortabler Neigung, ohne dass die Bremsen übermäßig strapaziert würden, windet sich das Sträßchen, vorbei an mehreren Almen, talwärts. Die Sonne scheint, ich fahre langsam und ich genieße die Aussicht. Schließlich mündet der Weg in den Saukasergraben, der mäßig fallend ganz hinunter ins Tal zieht. Nach Kitzbühel geht’s dann auch nur noch bergab, gemütlich rolle ich zurück zum Auto. Um 16.00 Uhr komm ich dort an, müde und froh dass die Sache wieder so gut geklappt hat.


Bilder

1  Gipfel vom Hahnenkamm. Hinten das Kitzbüheler Horn.

2  Bei der Ehrenbachhöhe erfreut den Handbiker eine kleine Abfahrt.

3  Die letzten Serpentinen vor dem Jufengrat. Im Hintergrund Hahnenkamm und Ehrenbachhöhe. 

4  Sträßchen hinab ins Jochbergtal, hinten die Hohen Tauern. 

5  Pengelsteinsee, hinten der Wilde Kaiser

6  Das Jochbergtal.


5  Blick vom Jufengrat zum Großvenediger.

6  Glocknergruppe, in Bildmitte das Wiesbachhorn. 


3) nochmal über Ochsalm

Tourdatum 12. 10. 2018


Mit dem Auto fahre ich nach Obermayrberg hinauf. Da fährt doch glatt ein Handbiker. Kaum zu glauben. Wir kommen ins Gespräch und reden drüber dass wir mal gemeinsam auf den Pengelstein fahren könnten... 

Vor ziemlich genau einem Jahr war ich allein hier. Auffahrt auch heuer ohne besondere Vorkommnisse. Im Unterschied zum letzten Jahr hatte das Gipfelrestaurant offen, was erfreulich ist. Die gerösteten Knödl mit Speck unbedingt empfehlenswert. Abfahrt wie im Vorjahr auf einer anderen Strecke hinab ins Spertental. Mit Mountainbike dabei war noch der Vater vom Sepp, der auch Sepp heißt. 


Bilder

1    Die Handbiker auf dem Weg zur Ochsalm 

2    Blick über die Ehrenbachhöhe zum Wilden Kaiser

3    Der Loferer Hand-Mountainbiker Sepp in Aktion    

4    Das Brixental 

5    Bald ist´s geschafft

6    Blick vom Gipfel in Richtung Süden 


1      Blick zum Wilden Kaiser

2      Abfahrt ins Spertental

3/4  Unten das Spertental 

5      Almgelände bei der Abfahrt, hinten der Rettenstein

6      Die beiden Sepps in der Nachmittagssonne